Zum heutigen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus

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Zum heutigen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus habe ich gemeinsam mit meinen Kollegen Sascha Philipp, Hardy Lux, Wolfgang Roick und anderen die Gedenkstätte Schwarzheide besucht und Blumen niedergelegt.

Hier befand sich eine Außenstelle des KZ Sachsenhausen. Ab dem Jahr 1944 mussten etwa tausend KZ-Insassen im benachbarten Chemiewerk Zwangsarbeit leisten. Wer die unmenschlichen Bedingungen überlebte, trat 1945 einen Todesmarsch Richtung Theresienstadt an. Von den ehemals 1000 Häftlingen überlebten nur etwa zweihundert.

Das Chemiewerk, in dem die Häftlinge arbeiten mussten, betreibt heute die BASF Schwarzheide GmbH. Hier wird sehr bewusst mit diesem schweren Erbe umgegangen. Es gehört zur Ausbildung junger Chemikantinnen und Chemikanten, über die Geschichte des Chemiewerks Schwarzheide und die  Schicksale der Zwangsarbeiter zu lernen.

Die Erinnerung an diese Schicksale kann nur weiterleben, wenn es sich jemand zur Aufgabe macht, sie wachzuhalten. Jede große wie kleine Initiative trägt ihren Teil dazu bei. Am heutigen Gedenktag wird nicht nur deutlich, wie viele Menschen unter dem nationalsozialistischen Regime gelitten haben, sondern auch, wie viele Menschen heute dafür kämpfen, dass sie nicht vergessen werden.