Saisonarbeit muss schrittweise zum Normalmodus zurückkehren

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Die coronabedingten Sonderregelungen zur Saisonarbeit müssen schrittweise in den Normalmodus zurückgefahren werden. Jetzt zusätzliche Auflagen zu fordern, passt nicht in die Zeit. Das ist meine Haltung zu einem Antrag der Fraktion Die Linke im Brandenburger Landtag, der mehrheitlich abgelehnt wurde.

In meiner Begründung der Ablehnung des Antrages erinnerte ich daran, dass hinter den Verantwortlichen der Gartenbaubetriebe und den Saisonarbeiterinnen und -arbeitern coronabedingt zwei extreme Jahre liegen. Es mussten Lösungen für die Einreise der Erntehelfer aus den Herkunftsländern gefunden, Unterkünfte kontaktarm organisiert und feste Teams ohne Außenkontakte gebildete werden. Alles nur, um die Infektionsketten zu brechen – unterm Strich sind das viele heftige Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte eines EU-Bürgers.

Trotzdem bleibt festzuhalten, dass die meisten Saisonsarbeitsplätze, auf die viele Menschen und Familien gerade aus Osteuropa angewiesen sind, erhalten werden konnten. Die regionale und saisonale Versorgung mit hochwertigen Lebensmitteln sei zu keinem Zeitpunkt abgerissen. Deswegen will ich klarstellen, dass das Corona-Management in Bezug auf die Saisonarbeitskräfte durchaus ein Erfolg war.

Nach meiner Einschätzung wird es Saisonarbeit auch in Zukunft geben. Die damit verbundenen Einkommenstransfers in osteuropäische Länder haben viele positive Effekte. Umso wichtiger ist es, dass bestehende Regeln nicht unterlaufen werden. Daher sind gezielte Kontrollen aber auch Runde Tische mit allen Beteiligten ein richtiger Weg, der fortzuführen ist. Die Tatsache, dass viele Saisonkräfte Jahr für Jahr nach Brandenburg wiederkehren, ist als Beleg für einen insgesamt guten Umgang mit den Saisonkräften zu werten.

Die vollständige Rede kann hier angesehen werden.