Insekten: Worauf kommt es an?

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Im Nachtrag an meine Rede zum Insektenschutz und den Weltbienentag gestern geht es heute um die Frage, worauf es beim Nahrungsangebot für Insekten ankommt und was man selbst am besten pflanzen kann.

Das Nahrungsangebot für Insekten in unserer Landschaft ist in einer saisonalen Schieflage. Wir haben ein übergroßes Nahrungsangebot im Frühjahr, durch die Blüte in den Gärten, in den Obstanlagen und natürlich auf den Rapsfeldern. Wir haben allerdings einen ausgeprägten Mangel an Nahrung für Insekten in den Sommermonaten, weil schlicht und einfach zu wenig blüht.

Wir müssen hier also einen saisonalen Ausgleich beim Nahrungsangebot hinbekommen und zusätzlich mehr Strukturelemente in der Landschaft und im Siedlungsraum entwickeln. Darum geht es im Kern.

Der größte Freund der Insekten sind offenbar Blühsaatmischungen und Gehölze, die erst in den Sommermonaten blühen. Mehr Informationen zu passenden Bäumen und Sträuchern samt Anforderungen an Boden, Licht und Wasser sowie die Wuchshöhe, Blühzeit, Nektar, Pollen und Blütenfarbe finden Sie in dem nachfolgenden Download, den das Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf freundlicherweise bereitgestellt hat: Download Bienenweidegehölze

Auf der Liste stehen neben einheimischen Bäumen wie Apfel, Berg- und Feldahorn, Weide, Pappel oder Walnuss auch eingebürgerte Bäume wie der Japanische Schnurbaum. Unter den Sträuchern tun sich etwa Himbeere, Heckenkirsche, Rose, Berberitze und Ginster als besonders bienenfreundlich hervor.

 

Bild von Hans Benn auf Pixabay.