Entwurf des Landesnahverkehrsplans vorgelegt – Johannes Funke MdL ruft zu öffentlicher Beteiligung auf

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Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat gestern den Entwurf für den Landesnahverkehrsplan vorgelegt, der im vierten Quartal des Jahres beschlossen werden soll. Die öffentliche Beteiligung, die bis zum 21. Juni ausschließlich online unterwww.brandenburg-bewegen.de läuft, wurde ebenfalls gestartet.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Johannes Funke erklärt zu den das Havelland betreffenden Planungen:

„Die Aufwüchse bei den Sitzplätzen und Taktverdichtungen sind insbesondere für diejenigen, die tagtäglich mit der Bahn aus dem Havelland zur Arbeit von und nach Berlin fahren, sehr erfreulich.

Leider wird im Entwurf zum Landesnahverkehrsplan weiterhin keine Aussage dazu getroffen, ob und wann die Haltepunkte Nennhausen und Buschow zumindest im stündlichen Takt bedient werden. Dies ist ein bereits ausführlich diskutiertes Problem, hier erwarten die Pendlerinnen und Pendler zu Recht eine baldige Verbesserung.

Die nach vielen Protesten aus der Bürgerschaft vereinbarte Streckenführung für die RB 21 von Potsdam über Wustermark nach Berlin-Gesundbrunnen soll zum Fahrplanwechsel 2026 wieder aufgehoben werden. Hier muss dringend darauf geachtet werden, dass das diese Planungen nicht wieder zu einer Verschlechterung für den Knoten Wustermark führen. Die Entwicklung der Pendlerströme spricht auch hier eine deutliche Sprache: Takte müssen verdichtet werden, Ausdünnungen in Richtung Berlin darf es nicht geben.

Die Potenzialanalyse des Ministeriums zur Reaktivierung von Bahnstrecken und Haltepunkten hatte ergeben, dass die Strecke zwischen Ketzin und Wustermark einer Kosten-Nutzen-Anlayse unterzogen werden soll. So steht es nun auch im Entwurf zum Landesnahverkehrsplan. Unverständlich bleibt dabei jedoch weiterhin, warum diese Strecke erst in einem zweiten Paket – zeitlich später als andere – untersucht wird, obwohl andere, deren Umsetzungsmöglichkeiten objektiv zweifelhaft sind, zeitlich früher untersucht werden.

Johannes Funke ruft in diesem Sinne alle interessierten Bürgerinnen und Bürger und Kommunen dazu auf, die mit der öffentlichen Beteiligung gegebenen Möglichkeiten zur Einmischung zu nutzen.