ALDI-Milchpreissenkung ist katastrophales Signal für Brandenburger Milchbauern

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Im kommenden Halbjahr gehen die Preise für Trinkmilch um 1 bis 2 ct/kg zurück. Das ist das Ergebnis der halbjährlichen Kontraktverhandlungen zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel. Das ist ein katastrophales Signal für die Brandenburger Milchbauern.

Die jüngst bekanntgewordenen Preissenkungen des Discounters ALDI für ausgewählte Milchprodukte sind ein katastrophales Signal für die Brandenburger Milchbauern“. Die Entscheidung von ALDI hat ausstrahlende Wirkung auf den gesamten Lebensmitteleinzelhandel und kann negative Einkommenseffekte für die Brandenburger Milchbauern bis weit in das nächste Jahr zur Folge haben.
Ich erwarte von der Landesregierung, dass diese kurzfristig entsprechende Gespräche mit Vertretern der Branche aufnimmt und Strategien zur Bewältigung der aktuellen Situation sowie zu Perspektiven der Milchbranche im Land erarbeitet. Dabei darf der Blick auf die durchaus positiven Rahmenbedingungen nicht verloren gehen. Die Berliner und Brandenburger erwarten auch in Zukunft ein regionales Angebot an Milchprodukten. Daneben sind die natürlichen Voraussetzungen zur Milchproduktion in Brandenburg wegen des hohen Grünlandanteils weiterhin günstig. Daran ändern auch die klimatischen Veränderungen nur wenig.
Dass die Lage der Milchbauern so besorgniserregend ist, zeigt sich nicht zuletzt daran, dass allein in diesem Jahr etliche Betriebe die Milchproduktion bereits aufgegeben haben. Beim gegenwärtigen Preisniveau ist zudem eine angemessene Entlohnung für die äußerst verantwortungsvolle Tätigkeit der Mitarbeiter gefährdet. Dieser Trend darf sich aus ganz vielfältigen Gründen nicht fortsetzen. Der Erhalt von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum und die Sicherung von Familieneinkommen zählen unter anderem dazu.