Agrarempfang: Guter Austausch zum Jahresbeginn anlässlich der Grünen Woche

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Am Mittwoch durfte ich im Anschluss an unsere SPD-Agrarsprecherkonferenz zu einem Abendempfang im Brandenburger Landtag einladen. Nach einem Grußwort von mir begann die Veranstaltung mit einer Ansprache vom Chef des Brandenburger Bauernverbands, Henrik Wendorff, in der er regionale landwirtschaftliche Besonderheiten Brandenburgs, wie z. B. der Sachverhalt der großen Brandenburger landwirtschaftlichen Betriebe im deutschlandweiten Vergleich, den hohen Qualifizierungsstand in Brandenburger Betrieben, die Dominanz von Haupterwerksbetrieben thematisierte.

Er schilderte aber auch der Ministerin, den Bundestagsabgeordneten, der Europaabgeordneten, den Landtagsabgeordneten und allen anderen Gästen die Probleme und Herausforderungen der Landwirte in Deutschland und insbesondere Brandenburg. Dazu zählten die fehlende Anerkennung der Leistungen von Bauern, die schwache Agrarinfrastruktur in Brandenburg und damit einhergehende geringe Möglichkeiten zur Veredlung und ein geringer Viehbestand. Ebenso thematisierte er die Afrikanische Schweinepest und die Notwendigkeit von Unterstützung des Bundes, die fehlende Verursachergerechtigkeit bei der Düngeverordnung oder die Gefahr ¼ der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Brandenburg zu verlieren als Konsequenz der Moorvernässung. Dazu sagte er: „„Das macht mir Sorgen. […] Es geht hier um bäuerliche Existenzen“.

Die Bundesbauministerin Klara Geywitz hielt eine Rede, in der sie die zentrale Bedeutung der deutschen Bauern für die Ernährungssicherheit in Deutschland herausstellte und würdigte den starken Produktivitätsanstieg in der deutschen Landwirtschaft. Sie kündigte eine Änderung des Bundesbaugesetzes an mit dem Hintergrund der Transformation zur nachhaltigen Landwirtschaft und der Gefahr der Afrikanischen Schweinepest. Ebenfalls versprach sie einen Besuch des Bundesministers für Ernährung und Landwirtschaft in Brandenburg, den sie mit mir vereinbart hat, um dem Minister das Problem der fehlenden Verursachergerechtigkeit in der Düngeverordnung näherzubringen. Die Ministerin fand auch klare Worte für die Rolle der Bauern bei der Energie- und Wärmewende, so sagte sie: „Biomasse liefert einen extrem großen Beitrag für die grüne Energie und die Biomasse ist auch der Treibstoff der Wärmewende ohne sie werden wir unser Ziel von 65 % erneuerbarer Energien beim Heizungsaustausch ab 2024 nicht erreichen“.

Ich hatte einen sehr schönen Abend mit vielen interessanten und informativen Gesprächen. Es ist immer wieder gut, mit den Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bundesländern und Politikebenen in den Austausch zu treten. Vielen Dank an alle Gäste! Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!