Regionale Wertschöpfung ausbauen! Besuch bei der Bio-Manufaktur in Velten

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Gemeinsam mit meinem Kollegen Andreas Noack habe ich heute die Bio Manufaktur Havelland in Velten besucht. Geschäftsführer Thomas Schubert führte uns durch die Produktionsstätte und informierte uns über Sortiment sowie Herkunft und Aufzucht der verarbeiteten Tiere. Einig waren wir uns, dass auch für das Tierwohl eine regionale Verarbeitung vorteilhaft ist, der Aufbau regionaler Schlachthofkapazitäten daher dringend geboten ist.

Die Bio Manufaktur Havelland verarbeitet vorwiegend Fleisch regionaler Herkunft und arbeitet insbesondere mit Bio-Landwirten aus Neustrelitz, der Uckermark und Oder-Spree zusammen. Mit 65 Mitarbeitern (alle fest angestellt) werden über 13 Mio Euro Umsatz erwirtschaftet und über 300 Kunden beliefert. Die BioCompany-Märkte gehören dabei mit Abstand zu den größten Abnehmern, es werden jedoch z. B. auch Kindergärten oder Imbissstände wie Curry 36 beliefert.

Um die regionale Wertschöpfung in der Landwirtschaft bei uns in Brandenburg nachhaltig zu steigern, brauchen wir nicht nur gute und zuverlässige Bedingungen für unsere Viehhalter. Die Verarbeitung muss bei uns im Land stattfinden – Tiere über mehrere 100 km zum Schlachter zu fahren und dann wieder zurück in den berlinnahen Raum, ist nicht nur ein dauernder Angriff auf das Tierwohl, sondern macht auch ökonomisch wenig Sinn.

Die die Landesregierung tragenden Parteien haben daher in ihrem Koalitionsvertrag, an dessen Ausarbeitung ich beteiligt war, den Aufbau neuer Schlacht- und Verarbeitungskapazitäten, die einen starken regionalen Bezug erkennen lassen, vereinbart.

Darüberhinaus hat sich der Landtag auf meine Initiative hin mit Beschluss vom 24. März 2021 zum Ausbau der Wertschöpfung der brandenburgischen Lebensmittelwirtschaft bekannt. Mein Redebeitrag zum Thema in der Landtagsdebatte findet sich hier.